Auch der Klapperstorch bekommt einen Ring

06. August 2010

Die WEMAG unterstützt Storchenbeauftragten Helmut Eggers beim Beringen der jungen Störche

WEMAG unterstützt Storchenbeauftragten Helmut Eggers beim Beringen der jungen Störche


Der Weißstorch ein wichtiges Zeichen für eine intakte Natur. Deshalb ist die WEMAG bemüht, diesem imposanten Vogel, dessen Flügelspannweite etwa zwei Meter beträgt, den Aufenthalt im Netzgebiet so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit dem Aufstellen von Misthilfen und der Unterstützung der Vogelberingung hilft die WEMAG den Störchen. Ende Juli begleitete, wie schon in den Jahren zuvor, WEMAG-Betriebsmonteur Silvio Kirchner mit der Hubbühne den Storchenbeauftragten Helmut Eggers bei seiner Beringungs-Tour durch das Netzgebiet.

WEMAG Pressefoto_Beringung Störche_CaminBeim ersten Halt in Perdöhl kann Helmut Eggers einen Jungstorch beringen. Das zweite Tier wurde von seiner Familie verstoßen und ist schon verletzt. Es wird später in das NABU-Artenschutzzentrum nach Leiferde gebracht. Wohlauf sind die beiden etwa sechs Wochen alten Jungvögel in Camin. „Das Nest steht schon 28 Jahre hier und wird immer bewohnt“, berichtet ein Einheimischer. In Vorderhagen muss die Hubbühne bis direkt an das mit Reet gedeckte Haus von Wilhelm Schuldt fahren. „2002 haben die Störche von selbst begonnen, an den Pferdeköpfen ihr Nest zu bauen“, erinnert sich der örtliche Storchenbetreuer, der sich wieder über zwei junge Vögel freuen kann. In Niendorf hat Urs-André Wedler seit fast zehn Jahren ein Storchennest auf seinem Hof. Über die Nachwuchsergebnisse informiert eine weiße Tafel am Rand des Grundstücks.

WEMAG Pressefoto_Beringung Störche_NiendorfHelmut Eggers betreibt hauptberuflich eine Apotheke in Lübtheen und ist jetzt im 40. Jahr ehrenamtlich als Storchenbeauftragter tätig. „Ich bin der WEMAG sehr dankbar, dass sie uns seit Jahrzehnten hilft, die Störche in der Region zu betreuen. Ohne die technische Unterstützung wäre die Arbeit fast unmöglich“, so der 56-Jährige. Auf seinen diesjährigen Beringungstouren konnte er im Landkreis Ludwigslust 85 Brutpaare mit 197 Jungstörchen und im angrenzenden Amt Neuhaus 40 Brutpaare mit 93 Jungen registrieren. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat die Zahl der Jungstörche deutlich zugenommen. „Die erste Jahreshälfte war feuchter und es gab mehr Nahrung“, begründet Helmut Eggers diese Entwicklung. Allerdings lag 2004 die Zahl der Storchenpaare im Landkreis Ludwigslust noch bei 112. Als wichtigsten Grund für diesen Rückgang nennt er die Monokulturen in der Landwirtschaft. Mais- und Rapsfelder würden keine ausreichende Nahrungsgrundlage für diese Vögel bieten. „Das sind trübe Aussichten für den Weißstorch“, meint Helmut Eggers. Über die Ankunft, den Abzug und das Brutergebnis wird genau Buch geführt.

Interessierte Bürger, die gern eine Nisthilfe auf ihrem Gehöft errichten wollen, bekommen vom Storchenbeauftragten auch eine Beratung. „Allerdings müssen die Störche im Umfeld ausreichend Nahrung finden und vielleicht schon eine Ansiedlung versucht haben“, schränkt Eggers ein. Ist ein geeigneter Standort gefunden, stellen WEMAG-Mitarbeiter einen Betonmast auf, der etwa neun Meter aus der Erde ragt. Am oberen Ende befindet sich ein stabiler Metallkorb, der gute Bedingungen für den Nestbau bietet.

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