
Die NEG-Vorstände Cornelia Meissner und Rolf Bemmann prüfen die Betriebsbereitschaft der Photovoltaikanlage mit dem so genannten 'Glühlampentest'.
Die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG (NEG) hat in Paarsch bei Parchim ein Ökokraftwerk in Betrieb genommen. „Das ist die erste Freiflächenanlage der NEG und zugleich die erste Photovoltaikanlage, die wir auf einer Deponie errichtet haben“, sagte NEG-Vorstandsmitglied Rolf Bemmann im Rahmen der Inbetriebnahme. Die Anlage hat mit ihren 4.252 Modulen eine Leistung von 999 kWp und erbringt eine Jahresarbeit von 943.000 kWh. Dadurch können jährlich 479 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Es ist die neunte Bürgersolaranlage der NEG. Das Investitionsvolumen liegt bei fast 1,7 Mio. Euro.
Die Photovoltaikanlage ist auf einer seit vielen Jahren stillgelegten Deponie errichtet worden, da der Gesetzgeber die Nutzung von Ackerflächen aus der Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz herausgenommen hat. „Deshalb sind wir auf eine Konversionsfläche ausgewichen, die wohl kaum besser nachgenutzt werden könnte“, so Bemmann.
Die Solarstromanlage Deponie Paarsch ist ein Gemeinschaftsprojekt der Norddeutschen Energiegemeinschaft eG und der Solarprojekt-Entwicklungsgesellschaft mbH, wobei ein Drittel des Ökokraftwerks der NEG gehört. Die von der WEMAG initiierte Genossenschaft ermöglicht es Bürgern, sich an Ökokraftwerken zu beteiligen. Aktuell gibt es 760 Mitglieder, die ein Kapital in Höhe von 2,95 Mio. Euro eingezahlt haben.
Noch in diesem Jahr werden eine weitere Freiflächenanlage in Tessin und eine Aufdachanlage in Nustrow bei Rostock in Betrieb genommen. Anfang 2012 folgt eine Freiflächenanlage in Güstrow.

